Lerne alle Methoden zum Blumen trocknen: Lufttrocknung, Silica Gel, Haarspray und Pressen. Mit Saisonkalender, Lagertipps und Ideen für deine Kreationen.
Anfänger
2-6 Wochen je nach Methode
0-15 EUR (Silica Gel optional)
Inhalt dieser Anleitung
Es ist ein Moment, den ich in meiner Scheune hier in Freienthal immer wieder liebe: Bündel frischer Rosen, gerade noch mit Tau benetzt, hängen kopfüber unter den alten Balken. In zwei Wochen sind es nicht mehr die gleichen Blumen. Sie haben sich verwandelt, sind leichter, zerbrechlicher, aber auch dauerhafter geworden. Blumen trocknen ist eine der ältesten Konservierungstechniken überhaupt, und sie ist unerwartet einfach.
Ob du einen Hochzeitsstrauß für die Ewigkeit bewahren möchtest, eigene Trockenblumen für deine Dekoration selbst herstellen willst oder einfach die Schönheit deiner Lieblingsblumen verlängern möchtest: Diese Anleitung zeigt dir alle Methoden, von der klassischen Lufttrocknung bis zur schnellen Variante mit Silica Gel.
Warum Blumen trocknen? Die Vorteile
Getrocknete Blumen sind keine Notlösung für verblühte Sträuße. Sie sind ein Material mit eigenem Charakter. Über die Jahre habe ich gelernt, dass das Trocknen eine Form der Konservierung ist, die die Natur respektiert. Du verlängerst die Lebensdauer einer Blume um Monate oder Jahre, reduzierst Verschwendung und schaffst dabei etwas Neues.
Getrocknete Blumen sind zudem unglaublich vielseitig: die Basis für Windlichter, Kränze, Gestecke und Sträuße, die kein Wasser brauchen. Sie eröffnen künstlerische Möglichkeiten, die frische Blumen nie bieten könnten, mit verblassten Farben, veränderten Strukturen und einer Zerbrechlichkeit, die sie wertvoll macht.
Ein weiterer praktischer Vorteil: Du brauchst kaum Ausrüstung. Ein dunkler Raum, Bindfaden und Geduld reichen für die klassische Lufttrocknung. Alle weiteren Methoden nutzen Materialien, die du vermutlich schon zuhause hast.
Welche Blumen eignen sich zum Trocknen?
Nicht jede Blume eignet sich gleich gut. Manche verlieren sofort alle Blütenblätter, andere werden hart und spröde, wieder andere bewahren ihre Farbe erstaunlich lange. Aus meiner Erfahrung weiß ich, welche Blumen die Verwandlung am besten überstehen.
Rosen sind der Klassiker: Sie trocknen in fast jeder Farbe perfekt, behalten ihre Form und halten monatelang. Kleine bis mittelgroße Sorten funktionieren am besten. Rosen trocknen gelingt sowohl per Lufttrocknung als auch mit Silica Gel.
Lavendel ist praktisch unkaputtbar. Das ätherische Öl schützt die Blüten, der Duft bleibt über Wochen erhalten. Lavendel trocknen ist denkbar einfach: Bündel schneiden, aufhängen, fertig.
Hortensien sind mein Lieblingskind. Sie sind groß, strukturiert und entwickeln beim Trocknen oft noch schönere Farbtöne. Hortensien trocknen braucht etwas mehr Geduld (4-6 Wochen), belohnt dich aber mit eindrucksvollen Blütenköpfen.
Pampasgras und Gräser brauchen fast keine Arbeit. Aufhängen, warten, fertig. Gräser trocknen ergibt wunderbar leichte, luftige Strukturen, die jedem Arrangement Bewegung geben.
Statice, Kornblumen, Schafgarbe und Strohblumen sind echte Profis. Sie behalten intensive Farben, werden nicht spröde und halten Jahre.
Schleierkraut (Gypsophila) ist der perfekte Begleiter: Trocknet blitzschnell, füllt Lücken und bleibt lange schön.
Getreide, Mohn und Samenstände geben jedem Arrangement Höhe und Bewegung. Sie trocknen fast von allein und sind extrem haltbar.
Welche Blumen eignen sich weniger?
Tulpen und Narzissen trocknen oft ungleichmäßig, ihre Blütenblätter rollen sich auf. Pfingstrosen und große Dahlien sind sehr wasserhaltig und schimmeln gerne von innen, bevor die Außenseite trocken ist. Frische Farne werden dunkelbraun und verlieren ihre Eleganz.
Meine Faustregel: Greif zu Blumen, die von Natur aus zart sind oder eine feste Struktur haben. Vermeide sehr fleischige Blüten und alles, was prall voll mit Wasser ist. Allerdings: Experimentieren lohnt sich immer. Manche vermeintlich schwierigen Blumen gelingen mit der richtigen Methode doch.
Ernte: Zeitpunkt und Technik
Der Moment der Ernte entscheidet über das Ergebnis. Falsch geerntete Blumen verlieren ihre Blütenblätter, verfärben sich oder schimmeln.
Der richtige Zeitpunkt: Ernte am späten Vormittag, wenn der Tau getrocknet ist, aber die Sonne noch nicht zu stark scheint. Völlig nasse Blumen brauchen viel länger und sind anfällig für Schimmel.
Das ideale Stadium: Knospenstadium oder gerade eben geöffnet. Eine voll aufgeblühte, reife Blüte ist zu weich, die Blütenblätter bereits fragil. Ein noch festes Knöspchen öffnet sich beim Trocknen noch ein wenig und wirkt dann natürlicher. Bei Rosen ernte ich, wenn die äußeren Blütenblätter gerade beginnen, sich einzurollen.
Die Schneidetechnik: Schneide mit einer scharfen Schere im schrägen Winkel. Gequetschte Stiele sind ein Einfallstor für Fäulnis. Lass etwa 15-20 cm Stiel stehen für die Lufttrocknung. Für Silica Gel oder Pressen darf der Stiel kürzer sein.
Entferne die unteren Blätter sofort. Sie halten Feuchtigkeit und begünstigen Schimmel. Die oberen Blätter darfst du behalten, sie geben der getrockneten Blume ihre natürliche Form.
Saisonaler Erntekalender:
Mai bis Juni: Rosen (erste Ernte), Pfingstrosen, Flieder, Schleierkraut
Juni bis August: Lavendel (Hochsaison Juli), Gräser, Statice, Kornblumen, Schafgarbe
August bis September: Späte Rosen, Heidekraut, reife Gräser, Samenstände
Oktober bis November: Herbstlaub, Hagebutten, Zierkürbis-Ranken, Samenstände
Methode 1: Lufttrocknung
Die Lufttrocknung ist die einfachste und schönste Methode. Sie braucht nur Zeit und einen geeigneten Platz.
Der richtige Ort: Ein dunkler, trockener Raum ist entscheidend. Meine Scheune in Freienthal hat perfekte Bedingungen: dunkle Ecken unter alten Balken, gute Luftzirkulation, stabile Temperatur um 15-20°C. Auch ein Speicher, ein trockener Keller oder ein dunkles Schlafzimmer funktionieren. Der Balkon eignet sich ebenfalls, wenn er überdacht und nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist.
Warum dunkel? Weil Licht die Farben ausbleicht. In der Dunkelheit behalten Rosen ihre intensiven Töne deutlich länger.
Vorbereitung: Teile deine Blumen in Bündel von 5-10 Stängeln auf. Nicht mehr, sonst trocknet die Mitte nicht gleichmäßig und schimmelt. Binde jedes Bündel mit Bindfaden zusammen, wickle den Faden mehrmals um den unteren Stielbereich.
Aufhängen: Häng die Bündel kopfüber auf. Das ist wichtig: Kopfüber verteilt sich die Restfeuchtigkeit aus den Stängeln gleichmäßig, anstatt sich am Blütenkopf zu sammeln. Nutze Haken, Leinen oder provisorische Holzstäbe. Die Bündel sollten die Wand nicht berühren und etwa 30-40 cm Abstand zueinander haben.
Wie lange dauert Blumen trocknen per Lufttrocknung?
Langsam (4-6 Wochen): Hortensien, dicke Blütenstände, große Bouquets
Die Blüten sind fertig, wenn sie sich trocken und papierartig anfühlen. Wenn sie noch weich oder ledrig sind, hängt noch Feuchtigkeit drin. Warte noch ein bis zwei Wochen.
Methode 2: Silica Gel
Silica Gel ist das Geheimnis für intensive Farben und schnelle Ergebnisse. Deine Blumen sind in 3-7 Tagen statt Wochen fertig, und die Farben bleiben deutlich kräftiger als bei der Lufttrocknung.
Was ist Silica Gel? Kleine Kügelchen oder Körner, die Feuchtigkeit aufsaugen wie ein Schwamm. Du bekommst es in Bastelläden, Apotheken oder online. Eine 500g-Packung reicht für viele Durchgänge, denn du kannst das Gel immer wieder reaktivieren.
So gehst du vor:
Schneide die Blumenstängel auf 2-3 cm Länge. Je kürzer, desto schneller die Trocknung.
Gieße eine 2-3 cm dicke Schicht Silica Gel in einen flachen Behälter (Schuhschachtel, Gefrierdose, Keramikschale).
Lege deine Blumen einzeln auf die Gel-Schicht. Sie dürfen sich nicht berühren.
Gieße vorsichtig mehr Silica Gel rund um und über die Blüten. Arbeite dich von außen nach innen vor, damit auch zwischen den Blütenblättern Gel-Körnchen eindringen. Die Blüte muss vollständig umhüllt sein.
Verschließe den Behälter mit Deckel oder Folie.
Lagere bei Zimmertemperatur, nicht in der Sonne.
Nach 3-5 Tagen (dünne Blüten) bzw. 5-7 Tagen (dicke Blüten wie Rosen) vorsichtig öffnen und die Blumen herausnehmen.
Silica Gel wiederverwenden: Verteile das verbrauchte Gel auf einem Blech und backe es im Ofen bei 120°C für 30-45 Minuten. Es wird wieder einsatzbereit. So lohnt sich die Anschaffung auf Jahre.
Der Unterschied zur Lufttrocknung: Eine rote Rose bleibt mit Silica Gel kräftig rot, eine violette Hortensie behält ihre Königsfarbe. Per Lufttrocknung werden die Töne weicher und gedämpfter. Beides hat seinen Reiz.
Methode 3: Haarspray und Fixierspray
Diese Methode ist weniger bekannt, aber effektiv. Blumen trocknen mit Haarspray eignet sich besonders für empfindliche Blüten, die bei anderen Methoden zu schnell zerfallen.
So funktioniert es: Das Spray bildet eine transparente Schutzschicht auf den Blütenblättern, die den Verfall verlangsamt und die Form stabilisiert.
Ernte frische oder kürzlich geöffnete Blüten mit 10-15 cm Stiel.
Finde einen gut belüfteten Ort, am besten draußen.
Halte die Blume am Stiel, Blüte nach unten.
Sprühe aus 15-20 cm Entfernung gleichmäßig mit Haarspray ein. Alle Blütenblätter sollten benetzt sein, aber nicht tropfend nass.
Lass 24 Stunden trocknen, ohne die Blüte zu berühren.
Optional: Nach dem Trocknen ein zweites Mal sprühen für extra Stabilität.
Wann lohnt sich diese Methode? Für Blüten, die zu dünn und fragil für Lufttrocknung sind: Clematis, dünne Wildblumen, einzelne Blütenblätter. Für robuste Blumen wie Rosen oder Hortensien brauchst du die Methode nicht.
Ehrliche Einschätzung: Das Spray ist eine schnelle Lösung, aber nicht die nachhaltigste. Blüten mit Haarspray-Konservierung halten etwa 3-6 Monate schön, dann beginnt das Spray zu kristallisieren. Für langfristige Ergebnisse sind Lufttrocknung oder Silica Gel besser geeignet. Aus meiner Sicht ist Blumen lufttrocknen immer die erste Wahl, denn es braucht keine Chemie und die Ergebnisse halten Jahre.
Methode 4: Pressen
Das Pressen ergibt etwas völlig anderes: flache, papierartige Blüten, die wunderbar für Collagen, Kunstprojekte oder zarte Arrangements funktionieren.
Lege ein Blatt Zeitungs- oder Pergamentpapier auf eine ebene Fläche.
Platziere deine Blüten einzeln auf dem Papier. Sie dürfen sich nicht überlappen. Dickere Blüten wie Rosen kannst du vorher vorsichtig in einzelne Blütenblätter zerlegen.
Lege ein zweites Blatt Papier darüber.
Beschwere das Ganze mit schweren Büchern oder Steinen. Gleichmäßiger, konstanter Druck ist wichtig.
Lagere an einem trockenen, dunklen Ort für 2-4 Wochen.
Entnimm die Blüten vorsichtig. Sie sind papierdünn und federleicht.
Am besten eignen sich flache Blüten: Stiefmütterchen, Gänseblümchen, einzelne Rosenblätter, Gräser, Farne, Kleeblüten, Hortensienblütchen (einzeln abgezupft).
Gepresste Blüten sind kleine Kunstwerke. Ich nutze sie für Lesezeichen, gerahmte Wandbilder, Grußkarten und als natürliches Konfetti bei Festen.
Farbe erhalten und Haltbarkeit
Die häufigste Frage: Wie lange halten meine Trockenblumen schön, und warum verblassen sie?
Warum verblassen Trockenblumen? Die Farbpigmente in Blütenblättern bauen sich durch Licht und Sauerstoff ab. Sonnenlicht ist der größte Feind. Daher die wichtigste Regel: Dunkelheit ist dein bester Freund, sowohl beim Trocknen als auch beim Lagern.
Realistische Haltbarkeit nach der Trocknung:
Erste 3-6 Monate: Farben wirken fast wie frisch getrocknet, Struktur stabil. 6-12 Monate: Erste Veränderungen sichtbar. Rote Rosen werden weinrot, blaue Statice grauviolett. Nach 1-2 Jahren: Farben deutlich verblichen, aber auf eine charmante Art. Viele empfinden den Vintage-Look als noch schöner. Nach 2-3 Jahren: Sehr pastellig. Manche Arrangements werden noch schöner, andere sind reif für eine Auffrischung mit neuem Material.
Die stabilsten Farben: Braun-, Orange- und Goldtöne (Gräser, reife Samenstände) halten am längsten. Tiefe Rottöne und Burgundy bleiben ebenfalls gut. Violett und Blau verblassen sichtbar, werden aber ein zartes, schönes Grau. Zarte Pastelltöne wirken am schnellsten verblichen.
So bewahrst du die Farbe:
Lagere kühl, trocken und dunkel (Schrank, Karton, abgedecktes Regal)
Vermeide direkte Sonneneinstrahlung bei der Ausstellung
Nutze UV-schützendes Glas für gerahmte Blumen
Minimiere das Anfassen (Fingerfett markiert Blütenblätter)
Es gibt Situationen, in denen die Standard-Methoden angepasst werden müssen.
Brautstrauß und Blumenstrauß trocknen
Ein Brautstrauß trocknen ist ein emotionales Projekt. Du bewahrst Erinnerungen auf. Hier sind meine bewährten Tipps.
Beginne schnell: Idealerweise am selben Tag oder spätestens am nächsten Morgen nach der Hochzeit. Je länger der Strauß in Wasser steht, desto schwieriger wird die Trocknung.
Option 1 (Ganzer Strauß): Entferne die Verpackung, binde den Strauß neu mit Bindfaden und hänge ihn kopfüber auf. Rechne mit 4-8 Wochen Trocknungszeit. Das Ergebnis ist ein kompakter, nostalgischer Strauß.
Option 2 (Einzeln trocknen): Löse die Blüten vorsichtig aus dem Strauß, nummeriere sie für die spätere Rekonstruktion, und trockne jede einzeln mit Silica Gel. Das dauert länger, ergibt aber intensivere Farben und eine bessere Haltbarkeit.
Ein getrockneter Hochzeitsstrauß ist zerbrechlich. Bewahre ihn in einer Schachtel mit Seidenpapier auf, oder stelle ihn unter eine Glaskuppel als Erinnerungsstück.
Dicke Blüten (Hortensien, Dahlien, große Rosen)
Dicke Blüten schimmeln gerne von innen, bevor die Außenseite trocken ist. Nutze Silica Gel statt Lufttrocknung. Bei sehr dicken Dahlien: Entferne die innersten, dichtesten Blütenblätter (etwa ein Viertel) vor dem Trocknen. Du verlierst wenig Optik, gewinnst aber Sicherheit. Bei Hortensien hilft es, den Stängel längs einzuschlitzen, damit die Feuchtigkeit schneller entweichen kann.
Saisonaler Trocknungskalender
In meiner Scheune richte ich mich nach den Jahreszeiten. Jede Saison bringt andere Blüten und andere Bedingungen.
Frühling (März bis Mai): Verfügbar: Weidenkätzchen, Kirschblüten, Ranunkeln, Vergissmeinnicht, Flieder. Herausforderung: Hohe Luftfeuchtigkeit nach dem Winter. Silica Gel ist die sicherere Methode für empfindliche Frühjahrsblüher.
Sommer (Juni bis August): Die Hochsaison. Rosen in Fülle, Lavendel auf seinem Peak (Juli), Gräser, Statice, Kornblumen, Schafgarbe. Die Hitze kann Pigmente schneller abbauen, also trockne im kühlsten Raum, den du findest.
Herbst (September bis November): Mein Favorit. Hortensien, Goldrute, reife Gräser, Heidekraut, Samenstände, Hagebutten. Die fallende Luftfeuchtigkeit macht dies zur besten Zeit für Lufttrocknung. Ich trockne im Herbst den Großteil meines Jahresvorrats.
Winter (Dezember bis Februar): Palmenkätzchen, immergrüne Zweige, Moos, getrocknete Samenstände. Die trockene Heizungsluft ist ideal für Silica Gel. Allerdings können Blüten auch zu schnell trocknen und spröde werden.
Lagerung und Pflege
Deine getrockneten Blumen sind fertig. Jetzt beginnt die Kunst der richtigen Lagerung.
Die idealen Bedingungen: Dunkel (wichtigster Faktor), trocken (unter 60% Luftfeuchtigkeit), kühl und stabil (15-20°C), belüftet aber nicht zugig.
Behälter: Papierkartons sind ideal: luftig, Feuchtigkeit kann entweichen. Auch offene Holzkisten, Körbe mit Tüchern oder Papiertüten funktionieren. Vermeide luftdichte Plastikbehälter, sie sperren Feuchtigkeit ein.
Organisation: Ich lagere nach Blütentyp: Eine Kiste für Rosen, eine für Lavendel, eine für Gräser. Beschrifte deine Behälter mit Blütentyp, Trocknungsdatum und Farbe. So findest du schnell, was du brauchst, und nutzt ältere Bestände zuerst.
Schädlingsschutz: Getrocknete Blüten können selten von Mottenlarven befallen werden. Ich lege Lavendelsäckchen zwischen die Kartons, das wirkt natürlich und riecht wunderbar. Zedernholzblöcke sind ebenfalls effektiv. Kontrolliere regelmäßig und sorge für gute Luftzirkulation.
Auffrischen: Blumen, deren Farben nach 2-3 Jahren verblasst sind, kannst du mit frisch getrockneten Blüten ergänzen. Die Mischung aus altem und neuem Material gibt Arrangements eine besondere Tiefe. Nicht wegwerfen, sondern neu interpretieren.
Von getrockneten Blumen zu Kreationen
Du hast nun getrocknete Blumen, schön und sorgfältig gelagert. Jetzt das Beste: Nutze sie.
Getrocknete Blumen sind die Grundlage für zahlreiche Projekte. Mit deinen Rosen, deinem Lavendel, deinen Gräsern und allen anderen Materialien aus dem Trockenblumen-Ratgeber kannst du Erstaunliches schaffen.
Windlichter basteln: Blüten und Gräser auf Gläser kleben, Kerze reinstellen, fertig. Die Trockenblumen leuchten von innen, warm und zart.
Kerzen verzieren: Einzelne Blüten und Blätter direkt auf Stumpenkerzen kleben. Sieht aus wie vom Designerladen, ist aber selbst gemacht.
Kränze binden: Die klassische Kombination aus getrockneten Rosen, Gräsern, Hagebutten und Moos. Auf einem Strohkranz-Rohling schichtweise arrangieren. Eines meiner Lieblingsprojekte.
Tischdeko arrangieren: Kleine Arrangements für Hochzeiten, Feiern oder einfach deinen Esstisch. Getrocknete Blumen plus eine Kerze plus eine Holzscheibe als Unterlage ergeben pure Eleganz ohne Wasser.
Gerahmte Kunstwerke: Gepresste Blüten auf Papier arrangieren, im Rahmen an die Wand hängen. Ein botanisches Unikat für jedes Zimmer.
Die Möglichkeiten enden nicht hier. Getrocknete Blumen sind dein Material, und es gibt keine Regeln, nur Möglichkeiten. Experimentiere, kombiniere, überrasche dich selbst.
Wenn du deine Trockenblumen in Aktion sehen willst: Besuch mich freitags ab 16 Uhr im Hofladen in Freienthal. Dort findest du fertige Kreationen und jede Menge Inspiration. Oder zeig mir deine Ergebnisse auf Instagram @meinelandart.
Profi-Tipps
Blumen im Knospenstadium oder gerade aufgeblüht ernten, zu reife Blumen verlieren leichter Blütenblätter
Lufttrocknung funktioniert in trockener Winterluft besser als im feuchten Sommer
Bündel nicht zu dicht zusammenbinden, sonst schimmelt es innen
Getrocknete Blumen halten bei richtiger Lagerung 1-3 Jahre, Farben verblassen dabei langsam
Silica Gel ist mehrmals wiederverwendbar und lohnt sich für regelmäßiges Trocknen
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